Geschafft…

image…die zwei Wochen sind vorbei und endlich geht’s nach Hause. Versteht mich nicht falsch, die Menschen hier waren immer freundlich und gut drauf und die Erfahrung sollte jeder mal machen. Aber ich freue mich zu sehr auf mein altes Leben als das ich total wehmütig sein könnte. Und ich freue mich aufs Essen – nur Vegan ist nichts für mich. Morgens, Mittags und Abends immer nur Reis und Gemüse… 😩                                      Heute wäre ein großes Steak nicht schlecht oder eine riesige Pizza… Wenn ich hier nicht abgenommen habe, dann nur weil ein paar Kilo an Muskeln drauf gekommen sind. Die letzten Tage war das Training genauso hart, wie es die Woche angefangen hat. Bis zum letzten bisschen Kraft… Zum Glück regeneriere ich mich schnell denn am Donnerstag wurde uns Autowaschen als weiteres Training verkauft.😉 Das Auto vom Meister hatte es nötig! Ihr seht Shaolinmönche sind wirklich viel weltlicher als man es sich vorstellt. Nicht jeder Gang muss zu Fuß gemacht werden und hoch spirituell sein. 😉                                                    Jetzt aber mal ernsthaft – außer meiner körperlichen Kraft hat sich auch meine mentale Kraft vergrößert – und das auch beim Waschen des Wagens. Die Lektionen hab ich hier verstanden und ich werde einiges davon mitnehmen. Sicher wollte der Meister einen sauberen Wagen haben aber er hat und auch gezeigt, dass man manchmal Dinge tun muss die notwendig sind auch wenn man mal keine Lust hat. Solche Lektionen zogen sich durch die ganzen zwei Wochen. Im theoretischen Teil haben wir viel über Gelassenheit gelernt. Das will ich mir auch im Alltag beibehalten – sich weniger Sorgen machen und positiv Gedanken eher zuzulassen als negative. Wir werden sehen ob das anhält… Ich bin auch viel selbständiger geworden – mussten ja komplett für uns und die Gemeinschaft hier sorgen. Ich denke ich werde zukünftig auch öfter mal die Spülmaschine ausräumen – aber wie schon gesagt versprechen kann ich nichts. 😉                  Das wars von mir im Kloster in Otterberg.                                                  Bye Bye Otterberg… Es war schön ( anstrengend) mit dir.

Endspurt…

Es geht auf meine letzten Tage hier im Kloster zu und ich habe das Gefühl die Zeit ist schneller vergangen als ich zunächst dachte. Heute habe ich ein besonderes Bild für euch. Denn auch wenn die Mönche nicht so auf Selfies stehen, konnte ich zum Abschied der Anderen doch noch ein tolles Gruppenfoto ergattern. Das will ich euch natürlich nicht vorenthalten .

Gruppe vincent

Die letzten Tage waren wir beim Training nur zu zweit. Auf der einen Seite war es viel entspannter, da wir uns ganz auf uns konzentrieren konnten und wenig auf Andere Rücksicht nehmen mussten. Der Meister hat uns gefragt, was wir gerne machen wollen und damit wurde das Training viel individueller. Auf der anderen Seite war es viel härter als vorher. Am Dienstag zum Beispiel wollten wir besonders unsere Bauchmuskeln trainieren. Hier im Kloster nutzen wir für Krafttraining unser eigenes Körpergewicht. Wir haben normale sit ups und das „Klappmesser“ bis zum Umfallen gemacht. Das Klappmesser ist eine Übung, bei der man auf dem Rücken liegt, die Arme und Beine hoch nimmt und sie immer wieder zusammen klappt. Das Problem sind nicht die Übungen an sich sondern die Tatsache, dass man sie so lange wiederholt bis es echt anfängt weh zu tun. Nach bis zu acht Stunden Training habe ich diese Woche jeden Abend das Gefühl an meine körperlichen Grenzen gestoßen zu sein. Ich fall ins Bett und denke mir jedesmal „ich kann nicht mehr“.

Aber jeden Morgen wach ich auf und merke: „Hey, ich lebe noch!“ 😉   Ich werde jeden Tag stärker – die Ausdauer  wächst! Und jeden Tag aufs Neue gehe ich über meine Grenzen hinaus. Außerdem macht es wirklich Spaß! Ich weiß nicht wie wir das machen aber wir schaffen es immer wieder, das bei jedem Training viel gelacht wird – zusätzliches Gesichtsmuskeltraining  😀 😉

Aber nicht nur das Training ist viel härter. Wir haben den Mönchen geholfen eine Regenrinne auszubuddeln und diese mit Beton auszugießen -Knochenarbeit! Außerdem haben wir Kabel für das Eingangstor verlegt, das automatisiert werden soll. Die Mönche gönnen sich jetzt auch ein bisschen Bequemlichkeit.

Hier wird aus jeder normalen Situation Training. Auch damit dieser Blog zustande kommt muss ich erstmal zwei Kilometer laufen, weil der Internet Empfang auf dem Gelände wirklich mies ist. 😉

Die Hälfte ist geschafft…

…aber die nächste Woche muss ich nochmal mehr als 100 Prozent geben.

Die letzten Tage sind sehr unterschiedlich vergangen. Am Freitag hatten wir viele Stunden Training und ich war echt fertig. Vorm ruhigen Wochenende sollten wir nochmal Alles geben. Und alle aus der Gruppe sollten nochmal richtig gefordert werden bevor sie sich verabschieden. Dafür war das Wochenende total chillig. Wir haben 1,5 Stunden am Tag trainiert – freiwillig!

Gestern haben wir den freien Samstag genutzt, haben die Altstadt von Otterberg besucht und sind am Abend essen gegangen. Es gab chinesisch – Ente! Hier im Kloster gibt es ja nur Veganes. Eine totale Umstellung für mich – Da hatten wir was aufzuholen. 😉               Die Erfahrung muss man mal machen aber auf Dauer ist das nichts für mich!  Außerdem war ein Gastmeister im Kloster – mal ein wenig Abwechslung. Die Freizeit ist nicht unbedingt viel wenn man bis zu acht Stunden trainiert aber so ganz ohne technisches Zeug sucht man sich Beschäftigung. Wir helfen immer ein paar Stunden in der Küche aus, bereiten unser Essen zu oder helfen bei der Gartenarbeit. Alles freiwillig – das hätte mir mal jemand zu hause erzählen sollen… 😉

Aber mir gefällt es hier….Ich habe die Woche viel gelernt. Jeden Abend haben wir eine Stunde in der wir über den Buddhismus sprechen. Uns werden die Regeln Buddhas erklärt und wir dürfen Fragen stellen. Meistens wurde aus einer Stunde zwei Stunden, weil viel diskutiert wurde – wirklich interessant eine andere Kultur kennen zu lernen. Außerdem sind die Leute toll gewesen.. unsere Gruppe war wirklich harmonisch – Männer und auch drei Frauen, verschiedenen Alters –  wir haben uns die Zeit über sehr gut verstanden. Alle haben sich super geschlagen…

Fast alle Teilnehmer waren  aber nur für eine Woche dabei. Ab jetzt wird es wirklich ruhig hier. Jan und ich sind jetzt nur noch zu zweit. Er ist witzig und wir kommen super klar. Ab nächste Woche wird das Training für uns viel intensiver  – hat zumindest der Meister gesagt. Jetzt kann man besser auf uns einzeln eingehen. Bin gespannt ob ich an meine Grenzen komme und ob es jetzt so hart wird wie ich es mir vorgestellt habe.

Wir sind bereit…vincentjan

 

 

 

Klappe die Zweite…

Passend zum Titel meines zweiten Beitrags hier im Kloster war heute der SWR vor Ort und hat uns beim Training gefilmt. Damit waren die letzten zwei Tage doch ereignisreicher als ich dachte. Zuerst war ich verunsichert – wollte  mich beim Training nicht ablenken lassen. Aber nach kurzer Zeit habe ich es gar nicht mehr bemerkt – bin sogar auf das Resultat gespannt! Nächs­ten Freitag soll es ausgestrahlt werden. Ich hoffe es nimmt mir jemand auf..denn ich bin dann immer noch hier 😉                                                                            Die beiden Mönche wurden interviewt. Der Abt, also das Oberhaupt hier im Kloster und der Meister. Dann könnt ihr sehen mit wem wir hier unsere Zeit verbringen. Leider kann ich sie euch  im Blog nicht zeigen. Sie stehen nicht so auf Selfies 😉 Vielleicht bekomme ich ja ein Bild zum Abschied…       Eigentlich sind sie nur streng was das Training betrifft. Man muss sich halt an die Regeln halten… Ansonsten sind Shaolinmönche gar nicht so distanziert wie man sie sich vorstellt. Sie haben auch andere, normale Interessen. Das Bild des Weltfremden Shaolins bestätigt sich nicht!

Die Trainingseinheiten waren in den letzten beiden Tagen etwas kürzer. Aber das was an Zeit weniger war, hat die Sonne erfolgreich ausgeglichen  Ich hatte das Gefühl für jede Minute weniger wurde es auf unserem Trainigsplatz ein Grad heisser.

Meine Ausdauer hat deutlich zugenommen in der kurzen Zeit. Ich komme relativ gut klar mit den vielen Stunden Training. Ich weiß, dass es an der guten Vorbereitung liegt. Das Training  ist immer noch auf die Ausdauer und die Kraft ausgerichtet. Die Muskeln werden stark beansprucht. Und glaubt mir  – das tut weh. Die Bewegungsmeditationen  sind ein guter Ausgleich zu den restlichen Trainingseinheiten. Es sind fließende und langsame Bewegungen aus dem Shaolin Kung Fu. Es erfüllt seinen Zweck – ich komme zur Ruhe und tanke neue Energie für die nächsten harten Stunden. Ich merke, dass ich stärker werde – das motiviert!

Heute haben wir Zeit im  Wald verbracht – einen Teil davon waren wir am joggen! Das wird hier nicht als Training angesehen. Es waren vielleicht 1-2 Stunden… ich weiß es aber nicht genau. Hier gibt es nicht viele Uhren… Ich weiss aber ganz klar dass es jetzt Zeit zum schlafen ist 😉  Ich bin fertig und gespannt was die nächsten Tage bringen….

 

 

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Meine Ankunft

 

Jetzt bin ich den zweiten Tag im Kloster und konnte die ersten Eindrücke verarbeiten! Gestern bin ich um 14 Uhr angekommen – ich war aufgeregt! Der Erste Gedanke – alles sehr ländlich –  Meine Fragen: – Wie sind die „echten“ Mönche?

Aber lange konnte ich nicht darüber nachdenken. Gerade angekommen und schon begannen die ersten Trainingseinheiten.

Heute sollte mein erster kompletter Tag sein. Ich wollte vorbereitet sein – ausgeschlafen. Tja, Das war wohl nichts! Mein Wecker klingelt nicht und anstelle um 5.30 Uhr stehe ich eine volle Stunde zu spät auf. Den Einstieg sauber vermasselt!  Das Verzeihen die Mönche nicht –  meine Strafe – einen Liegestütz für jede Sekunde, die ich zu spät bin. Mathe hab ich drauf, das es 3600 insgesamt sind hatte ich schnell raus 😉  Sie zeigten sich gnädig – ich darf 300 täglich machen. So verteilt es sich besser. Mir ist klar, ich sollte nicht nochmal verschlafen…

Nicht, dass ich mir mein Training selbst noch härter mache. Wobei ich es mir wirklich noch viel schlimmer vorgestellt habe. Versteht mich nicht falsch. Es ist wirklich anstrengend – vier Trainingseinheiten am Tag – jede zwei Stunden lang. Danach bin ich wirklich müde – aber wirklich fertig macht mich eigentlich die Sonne, die uns mit über 30 Grad auf den Kopf knallt.  Die Trainingseinheiten sind jetzt am Anfang alle auf unsere Ausdauer ausgerichtet. Es ist unglaublich wie langsam die Zeit vergeht wenn man möglichst lang in der Hocke bleiben muss. Aber ich pack das – trotz der Hitze die mir echt zu schaffen macht. Ich merke Julian hat ich gut vorbereitet! Ich hoffe, ich starte besser in die folgenden Tage. Bin gespannt was mich noch so erwartet.

Noch 4 Tage

Ein sehr stressiger Tag. Erstens frühes Aufstehen und nach Mettmann, dort arbeite ich als Komparse bei einem Film und das heißt 7-8 Stunden bereit sein und warten… zum Glück hat man ja dort andere die das gleiche machen.😉 Danach direkt zum Training… mein letztes Trauning mit Julian der mich auf das Kloster vorbereitet. Er weiß ja wie das ist. Er war selbst schon da. Julian Jakobi lebt Shaolin…jeden Tag…und ich mach mir wegen 2 Wochen Gedanken. Bin jetzt aber echt fix und fertig jetzt.. Aber mich beschäftigt der Gedanke, dass es im Kloster viel heftiger ist. Noch 4 Tage –  dann werde ich meine Kampfkunst skills verbessern 😉 Denn man muss unterscheiden zwischen Kampfsport und Kampfkunst! Kampfsport ist eher auf den Kampf fixiert und den sportlichen Hintergrund, also Turniere usw.  Kampfkunst beschäftigt sich auch um die ruhigen Elemente. Man darf es trotzdem oder gerade deswegen, nicht unterschätzen was die Anforderungen betrifft.

Ich finde es total  interessant aber ich habe auch ordentlich Respekt davor…

Julian hat mir noch ein paar Ratschläge mit auf den Weg gegeben. Ich hoffe es ich denke in den richtigen Augenblicken dran

Alles und doch nichts

  1. ​7.00 Uhr auf stehen und direkt nach Köln. Zu früh für meinen Geschmack..Aber besser ich gewöhn mich schonmal dran!  Es geht  um eine sportmedizinische Untersuchung an der Sporthochschule. Ist schon interessant gewesen, wenn auch unübersichtlich. Haben trotzdem alles gefunden. Dort wurde eine Leistungsdiagnostik an mir vorgenommen. Heisst ich wurde auf Herz und Nieren geprüft… bin scheinbar ziemlich fit^^ Zuhause konnte ich nur kurz durchatmen. Nach kurzer Pause ging es schon weiter zu Julian -er will mich gut vorbereitet sehen. Da ist er kompromisslos. Training war hart wie immer. Im Vergleich zum Kloster aber nichts – wahrscheinlich! Das wars für heute… ich bin fertig!

Noch 7 Tage, dann geht es los!

Noch 7 Tage bis zum Beginn der vermutlich härtesten und längsten zwei Wochen in meinem Leben.  Dieser Blog soll meine Erfahrungen im Shaolin Kloster festhalten und euch daran teil haben lassen. Das Kloster in Otternberg ist dafür bekannt einen sehr harten Tagesablauf zu haben. Neun Stunden Training täglich – frühes Aufstehen kommt noch hinzu und wird es mir echt nicht leichter machen. Ich werde ein Teil der Mönche sein und ihrer Gesellschaft – also quasi ein Mönch auf Zeit. Das heißt, ich werde auch bei allen Hausarbeiten mithelfen müssen … sicher nicht die spannendste Aufgabe! Sie wollen uns Verantwortung in allen Bereichen vermitteln und ich werde mich auch den kleineren Herausforderungen stellen. Es ist zwar ein buddhistisches Kloster aber mir geht es hauptsächlich darum meine körperlichen und damit sportlichen Grenzen zu erweitern. Wie es ausschaut wird es eine spannende und anstrengende Zeit… aber ich hab`s ja nicht anders gewollt  😉